Graphomotorik

Graphomotorik ist die Fähigkeit feinste, differenzierte, rhythmische & fließende Schreibbewegungen durchzuführen.

Schreiben & Malen sind äußerst komplexe psychmotorische Tätigkeiten, die differenzierte manuelle Fähigkeiten vorraussetzen. Dies bedeutet auch, dass alle Sinne optimal miteinander harmonieren müssen, damit ein Kind schreiben/malen lernen kann.

In der kindlichen Entwicklung beeinflussen sich Grob-, Feinmotorik & Wahrnehmung gegenseitig. Aus diesem Grunde ist es in der therapeutischen Förderung graphomotorischer Schwierigkeiten besonders wichtig einen ganzheitlichen Förderansatz zu wählen, also die Gesamtmotorik und Wahrnehmung ebenfalls zu betrachten und wenn nötig, in die Behandlung zu integrieren.

Grundfähigkeiten als Vorraussetzung für Graphomotorik sind zum Beispiel: gute Rumpf- & Kopfstabilität, gutes Gleichgewicht, Überkreuzen der Mittellinie, gute Körperwahrnehmung, visuelle Wahrnehmung (z.B. Auge-Hand-Koordination), takile Wahrnehmung (Tastsinn, ...), Fähigkeit der Kraftdosierung, gut differenzierte Arm-Hand-Bewegungen, Fingergeschicklichkeit,...!

Graphomotorische Schwierigkeiten können sich unter anderem äußern: durch Verweigerung von Malen, unpräzise Formen und Striche, unleserliche Schrift, verkrampfte Stifthaltung, zu viel oder zu wenig Druck, nicht Einhalten der Linien, Lötstellen, Richtungswechsel, ...

Angepasst an die Bedürfnisse Ihres Kindes werden die Grundfähigkeiten für Graphomotorik & die graphomotorischen Fähigkeiten an sich  gefördert und es werden verschiedene graphomotorische Übungsprogramme angeleitet.

Im Rahmen der Psychmotorik ist die Graphomotorik als Teilbereich verordnungsfähig.

Gerne bieten wir Ihnen als Selbstzahlerleistung auch ein individuelles Förderprogramm für ihr Kind an.